Frühling und so weiter

beschissen ist die Hühnerleiter,

rauf und runter trippeln alle

in die Hühnchen-Mäusefalle.

Aber ich versage mich –

falsch gedacht, ich klage nicht .

Der erste Flieder verblüht schon wieder.

Spürst du, wie die Zeit vergeht?

Schneller, schneller! Die Erde rumpelt,

wenn sie sich um sich selber dreht.

Die Vögel singen, die Frösche springen,

die Männer raufen, weil sie saufen

und grade nicht verkumpelt

sind. Frauenkleider wehn im Wind,

Kinder trällern, wenn sie glücklich sind.

Noch immer blühen kleine Veilchen –

hier warte ich auf dich ein Weilchen,

ahne schon, dass du nicht nahst,

Tage vergingen seit du mich sahst.

Ich wollt dir so viel Liebe schenken!

Mein Herz ist ja so voll davon.

Du solltest wirklich an mich denken,

hast mich wohl vergessen schon.

Der Wirbel streut die Obstbaumblüten

wie Schnee auf grüne Wiesen hin,

wo gerade Enten brüten.

Du willst mir nicht aus dem Sinn.

Menschen gehen hier nicht allein,

mindestens sind sie zu zwein.

Männer schieben Kinderwagen

stolz und feixend durch den Park,

Väter tragen süße Mädchen

auf den Schultern huckepack.

Meine Enkel sind so ferne,

hab sie aber doch so gerne,

nächste Woche, das ist schön,

werde ich sie wiedersehn.

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Lebenskampf reicht

Diesen Waldweg nahm ich gestern.

Da brauche ich nicht noch andere Kämpfe, wie um das Wohlwollen von Louise. Falls sie sich melden sollte, verzichte ich auf erneute Bekanntschaft.

Ostersonntag

Habe heute nicht viel Elan. Gestern der Waldspaziergang war schön, neue Wege, reiche Villen mit herrlichen Gärten als Landschaftspark – nehme an, diese Doktortitel an den Klingelschildern weisen alle auf Rechtsanwälte, Ärzte und Klinikpersonal hin. In dieser Kurstadt muss man Arzt sein, um zu etwas zu kommen. – Nur keinen Neid aufkommen lassen. Eigentum verpflichtet…

Baum am Weg

Mein Spaziergang 90 Minuten lang galt heute wieder dem Schlossgarten. Die Pflaumen- und Mirabellenblüten im Obstgarten schneien die grüne Wiese voll. Am anderen Ende beginnt die Apfelblüte. Ich ruhte wieder ein Viertelstündchen auf dem großen Baumstumpf, bevor ich quer über das Gras auf die Wege zusteuerte und den Eis essenden Leuten entgegenging.

Schlossgarten

Viele Väter schoben einen Kinderwagen, sind größere Kinder mit von der Partie, betreuen die Muttis ihre Babys und der Vater tobt durch den Park mit seinen Göhren. Großväter sieht man auch mit Enkeln, selten Großmütter mit Jugend. Allein wie ich gehen eigentlich nur wenige, aber erstaunlich auch Männer, nicht nur wir alten Weiblein (die Überlebenden).

Ein Paar saß auf einer Schattenbank und mümmelte Beeren aus Plastikbehältern. Ich war zwar neugierig welche, wagte aber nicht zu fragen. Jedenfalls waren es keine Eier, deren Reste heute überall verstreut lagen, sondern eindeutig Kleinfutter.

Der hatte sich mal in unseren Wintergarten im Saarland verirrt

Einige Bäume sind schon richtig belaubt, die Kastanien zeigen Kerzenknospen, der Blasenstrauch blüht, der Jasmin und der Flieder auch, die japanischen Quitten verblühen, neben dem gelben Löwenzahn und dem Wiesenschaumkraut blühen immer noch die Veilchen, sind eben ziemlich treu, die kleinen!

Echt fotogenes Wurzelholz!

Schmetterlinge flattern trotz aller schlimmen Prognosen und paaren sich im Flug. Nicht nur Kohlweißlinge und Zitronenfalter, Aurorafalter sah ich und einen dunklen, der war für meine Augen zu schnell. Die Vögel singen zu ungewöhnlichen Zeiten, über Mittag schweigen sie sonst meist.

Im Schlossteich ist weniger Wasser und alles bestäubt von Löwenzahn- und Pappelseglern. Der kleine Wasserfall verebbt, auf dem Gerüst um das Teehäuschen krabbeln die Buben herum. „Fallt bloß nicht runter!“ „Nee, wir können klettern!“ – Die Kanadagänse liegen faul in den Wiesen rum, ich muss mich zusammenreißen, um nicht zu nörgeln, weil die Eltern den Kindern Beutel mit Brotresten zum Füttern der Tiere hinhalten.

Wiese

Soeben blickte ich wegen einer Bewegung zum Balkon, da badete eine Kohlmeise in der Vogeltränke. Wie schön! Sonst kommen immer nur die Insekten zum Trinken!!! Mein Efeu hat Blattläuse. Geht das schon wieder los mit dem Befall – zum aus der Haut fahren! Mein Tabaksud hat im Vorjahr nix dagegen genutzt. Gift will ich nicht sprühen, denn ich hatte mal Gelbtafeln und ein Schmetterling fand daran seinen Tod…

Keine „gute“ Louise

Links die neuen Blumen (Aber auf der rechten Seite habe ich sechs davon nebeneinander.)

Gestern war ich im Gartencenter Mauk in Oberursel neue Balkonblumen kaufen. Ich setzte sie in die Duschwanne, damit sie sich einige Stunden satttrinken konnten. Später nahm ich die Tausendschönchen heraus und setzte die neuen Blumen ein. Sie sind sehr schön – aber zu viele von einer Sorte! Hab mir überlegt, dass ich die wuchernden Erdbeerpflanzen aus dem Blumenkasten dazwischen pflanzen werde.

Die neuen Balkonblumen in der Duschwanne

Heute morgen Bett bezogen und Bettwäsche gewaschen und im Trockenraum aufgehängt – nach dem Mondkalender ist heute Waschtag.

Dann rief ich H. Louise an, wann ich heute kommen dürfe.

Sie sagte so etwas, dass ich jetzt sehr stark sein müsse, dass sie sich verausgabt habe und Kraft tanken müsse. Also eine Absage. – Auf meinen Einwand, dass wir doch verabredet seien, ich ihre Toilettentür ölen und den Pfannenstiehl befestigen wollte, fand sie das „süß“ und meinte, sie habe nicht auf meine „Verabredung“ reagiert, also gäbe es sie nicht.

Bin ich so saublöd???

Ich hatte den Handwerkzeugkoffer gepackt, kleine vegane Geschenke und eine Holzarbeit von mir. – Diese Absage verblüffte mich. Ich behielt während des Telefonates die Nerven und verabschiedete mich ruhig, als sie sagte, dass wir uns später einmal treffen würden…

Verarsche!

Sie hat mich reingelegt. Ich glaube ihr kein Wort weiter. Die fanatische Louise hat ihr Herz an das Haus verloren, nun hat sie kein Herz mehr, sondern nur noch Sinn für MAMMON. (Goethe: „Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles. Ach wir Armen!“)

Ich war einige Stunden nicht recht bei mir, habe sie gehasst und geglaubt, wenn ich durch Lottogewinn Millionär würde, gönnte ich ihr nicht ein Fitzelchen davon! Aber was solls? – Ich hatte einen wunderschönen, sonnigen, hoffnungsfreudigen Karfreitag und bin dankbar dafür. Aber ich will sie nie wieder sehen. Enttäuschung ist, dass man sich selbst getäuscht hat; ergo hat sie wohl keine Schuld in dem Sinne. Trotzdem ist sie herzlos!

Ich habe gelesen:

Das waren auch drei Romane mit Sonea als Heldin

Trudi Canavan schrieb einige Bücher, die mir gefallen haben.

Aus der Bibliothek, Jugendabteilung, Fantasie 13:

Trudi Canavan:3 Teile von  „Das Zeitalter der Fünf“

Viele Erzählstränge mit ausgeprägt geschilderten, sehr unterschiedlichen Charakteren. Es gibt Götter und „Wilde“, die unsterblich sind.

Es gibt einfache Menschen mit wenig Begabungen, Götterdiener, und Stellvertreter der Götter, die auch verschiedene Begabungen haben und mit den Göttern, die nur aus Energie bestehen, kommunizieren . Zweimal fünf Götter, und jede Gruppe von deren Anhängern glaubt, dass die Götter der anderen nicht existieren und nennen die Gläubigen darum „Heiden“. Es kommt zu Bündnissen und zu einem Krieg, den die Anhänger der Weißen gewinnen, weil eine ihrer Göttervertreterinnen eine sehr starke Zauberin ist und den Anführer der Gegenseite in einem ungeschützten Moment tötet.

Diese starke Zauberin aber macht sich ein Gewissen daraus, dass sie getötet hat. Außerdem hat sie die Gabe des Fliegens und gesehen, wie die fremde Armee die Tunnel verlassen hat, in denen sie für den Feind unsichtbar vorgerückt war, dabei sah sie eine Lichtgestalt. Seitdem ist sie verunsichert und glaubt, dass die Götter der Gegenseite doch existieren, obwohl dies von den Weißen, deren eine sie ist, immer bestritten wird.

Man verfolgt durch alle drei Bände alle Erzählstränge kontinuierlich mit unterschiedlichem Gepräge, Liebe, Hass, Eifersucht, Sehnsucht, Harmonie, Freundschaften und Gegnerschaften. Es ist immer sehr spannend erzählt, manchmal völlig unerwartet, manchmal logisch und folgerichtig… Ich habe es sehr gern gelesen, war aber dann auch froh über das Ende, das ich nun nicht verrate!

Schönwetter

3 Tage lang Sonne, Ostern wie es im Buche steht!

Die Obstwiese im Schlossgarten
Der Weg zum weißen Schlossturm
Auf dem Weg in den Wald eine Pferdekoppel
Mein Sitzplatz zum Mittagessen
Blick vom Balkon
Aber Wald ist unvergleichlich schöner!
Blumen bei „Goethes Ruh“
Blütenmeere überall
Auf dem Heimweg
Ein Inder übt auf der Wiese im Obstgarten des SPs
Einige Bäume tragen Namensschilder
Ein herrlich restauriertes Tor
Ein Hochhaus hinter dem Obstgarten
Spielende Kinder in Bachnähe
Liebevoll gepflegte Gärten am Weg
Besonders schöne Wildtulpen

Waldfriedhof Bd. Homburg

Im Frühling sind Gräber sooo schön geschmückt!
Auf den Gräbern stehen Engel. Einen benötigt frau immer an ihrer Seite!
Tollkühn: Welch ein wunderbarer Name
Ohne Bier ist Dieter in Not gewesen
Kindergrab
Zurück im Schlossgarten

FEUER in Paris

Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt schrieb mir heute in Welt 5 NACH 12

„Liebe Frau Calow-Demerath,

mit Entsetzen und Trauer schaut die Welt seit Montagabend nach Paris, wo ein Feuer die jahrhundertealte gotische Kathedrale von Notre Dame verwüstet hat. Am Dienstagmorgen haben Feuerwehrleute den Brand vollständig gelöscht und das berühmte Bauwerk hoffentlich gerettet. Der Morgen steht im Zeichen der Ursachenforschung und der europäischen Solidarität. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte an: „Wir werden Notre-Dame wiederaufbauen.“

Der Dachstuhl aus 1300 Eichen – auch „der Wald“ genannt – hatte mehr als 800 Jahre den Wirren der Geschichte getrotzt – selbst Hitlers Zerstörungslust. Die Pariser klammern sich an diesem Morgen auch an Symbole der Hoffnung. Eine der wichtigsten Reliquien der katholischen Kirche konnte aus der brennenden Kathedrale gerettet werden: die Dornenkrone, die Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen haben soll. Meine Kollegin Martina Meister berichtet aus Paris: „Die ersten Bilder aus dem Inneren der Kathedrale zeigen, wie dort, wo der Dachreiter stand, ein großes Loch im Gewölbe klafft. Das Kreuz steht scheinbar unbeschadet im Chor. Das Bild wirkt nach dieser Nacht wie ein Wunder.
 

Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Der Dachstuhl könnte bei Restaurierungsarbeiten Feuer gefangen haben. Eine Journalistin des US-Magazins „New Yorker“, die vor wenigen Monaten die Architekten und Restauratoren auf dem Dach begleitet hatte, zitiert einen von ihnen: „Indem wir sie wiederherrichten wollten, haben wir sie womöglich zerstört.“ Nun rücken Statiker und Architekten an, um zu klären, wie die Einsturzgefahr des Gebäudes gebannt werden kann. Der Kölner Dombaumeister Peter Füssenich rechnet mit einem jahrzehntelangen Wiederaufbauprozess. „
Mein Entsetzen ist riesig, wie könnte es anders sein.
Aus der Verfilmung „Der Glöckner vom Notre Dame “ kann man sich erinnern, wie der Dachstuhl des Kolossalbaues aussieht, oder muss man schreiben: „aussah“?

In Bad Homburg

blühen die Bäume.

Der Frühling weckt alle Träume

und Sehnsucht nach Wärme und Liebesglück.

Verlasst nun die finsteren Räume

und geht an die Luft in die Sonne!

Nun kommt mit Wonne die Wärme zurück.

Werft eure Sorgen in die Tonne

und lebt nicht wie eine Nonne!

Nehmt vom Mai vorweg ein Stück!!!

(Frau muss es doch versuchen,

oder unter Ulk verbuchen.)

Obstbäume blühen in Bad Homburg vor der Höhe

Sie beginnen tatsächlich zu blühen, obwohl es ja ein wenig kühler geworden ist. Die Obstbaumwiese im Schlossgarten hat es mir jedes Jahr angetan. Weil sie so schön ist, liebte ich es, auf einer bestimmten Bank zu sitzen, die von den Schlossgärtnern entfernt wurde, weil sich dort „Drogenhandel entwickelte“. Aber heute entdeckte ich einen Baumstumpf neu, der mir die Bank ersetzt, ja, sogar eine etwas andere Sicht bietet! Glück!!!

Blütenbaum
Obstwiese
Pflaumenblüten
Bei Berlin auf dem Hof meiner Nichte
Die Tulpe unterm Tulpenbaum bei Kerstin
Das arme Würstchen näht immer wieder die Risse in dieser elastischen Hose mit starkem schwarzem Zwirn – das verursacht natürlich immer neue Risse…
Ich habe schon einmal daran geflickt und ihm gesagt, dass er sie fortwerfen soll. Warum bloß lasse ich mich immer wieder erweichen?!

Wort des Tages

Meerschweinchenglück

Die Salatfresserchen haben mich heute begrüßt, sie sind alle gekommen, sobald ich das Zimmer betreten habe. Sonst sind sie eher scheu davon gerannt. Sie sind also lernfähig: Wer ihnen zu fressen gibt, der bekommt einen Vertrauensvorschuss. Bei den Menschen geht ja auch „die Liebe durch den Magen“, wie man so sagt.

Brecht soll gesagt haben, dass das Fressen vor der Moral kommt. Aber natürlich hat das mit den Schweinchen nichts zu tun;-))


Das weiße war bisher besonders scheu…

In meinem Blumenkasten blühen die Erdbeeren
Eine Fantasieblüte
Nun brauche ich wahrscheinlich erst mal kein Gemüse mehr für die Meeris zu schnippeln

Ende des Meerschweinchenfütterungs-Dienstes!

Unterwegs

Mit dem Bus Richtung Königstein, wieder am Zollhaus ausgestiegen und ab in den Wald.

Diesmal wählte ich die andere Richtung und kam zum Schluss hier an.

Die Waldsiedlung ist sehr schön
Mitten im Wald dieser Stein
Eine Lache fast nur, aber ein Laichteich…
An hübschen, gepflegten Häusern ging es vorbei
Kirschen blühen
Das war der Waldausgang
Auf dem Heimweg
Meine Bilderwand heute noch, morgen wird umgehängt

Am Nachmittag Meerschweinchen füttern

Meine Tochter ist in Berlin mit Frau und Hündin. Sie will Marathon laufen morgen. Also bin ich für die Meerschweinchen zuständig: Zählen, wenn ich anfangs die Gurkenscheiben per Hand reiche: Sind alle 8 da und fressen? Ja!!! Aber sobald das Handy bei Fotos klickt, verstecken sie sich…

Ab und zu bin ich mal schneller als sie…
Versteckt im äußersten Winkel.
Schnell noch das Gemüse für morgen aus dem Kühlschrank geholt und die blühende Topfpflanze auf dem Wohnzimmertisch gegossen – fertig
doppelt

Warten

Gefangen war ich im Rosengarten.

Der Wind trieb zarten Duft mir zu.

Ich wollt auf meinen Liebsten warten,

und mein Liebster, das bist du.

Die Nachtigallen sangen leise,

als störten sie mich sonst im Traum.

Ich kenne keine schönre Weise

und summe mit, du glaubst es kaum.

Der Mond kam hinter Wolken vor

und schaute auf die Blümelein.

Da kamst du durch die Rosenpforte

und öffnetest mein Rosentor.

Nun ist es wahr: Du bist am Orte.

Wir trinken von dem süßen Wein.

Im Morgengrauen – wars vorbei.

Nun ists wie immer: Ich bin allein…

Wieder kälter

Die Hortensie treibt

Der Frühling ist launisch, na ja, eben aprilig. Aber offensichtlich keine Nachtfröste, die Balkonblumen wachsen langsam weiter. Die Waldreben und das Efeu wachsen ein wenig rascher, die Hortensie und die Lilien treiben mächtig.

Lilie

Ich hatte Zweiglein von Japanischen Quitten mit rosaroten Blüten mitgebracht und in die Erde vom Blumenkasten gesteckt. Die Knospen sind tatsächlich aufgegangen, die erblühten hatte ich schon aus der Vase entsorgt, als sie zu streuen begannen.

Von hier habe ich die Jap. Quittenblüten und -knospen mitgenommen

Auch der Schnittlauch will blühen. Die Petersilie ist wieder nicht aufgegangen. Wenn ich Töpfe davon kaufe, gehen die Pflanzen ein, mein Balkon behagt der Petersilie nicht.

Das Immergrün im Blumenkasten

Vorhin brachte mir meine Tochter den Wohnungsschlüssel, weil ich dieses Wochenende die Meerschweinchen betreuen werde, sie hütet immer 10 bis 13 davon. Marathon will sie laufen in Berlin! Die Hündin nehmen sie mit. Volles Programm hat sie, ließ sie mich wissen.

Das Efeu

Bei meiner Hausaufgabenschülerin haben sich Termine verschoben, weil in Karben, wo sie in den nächsten 2 Jahren weiterlernen möchte, das Vorstellungsgespräch ausfällt (Leute erkrankt).Also muss ich morgen doch für sie kochen.

Die Rose, die gelb blühen wird, hat viele neue Blätter

Aus Verzweiflung wegen meines Haarausfalls (In der Apotheke zeigte man mir Mittel dagegen, das eine 36, das andere über 60 €), nun sind sie ab. Alle fragen, ob ich beim Friseur war. Die wissen ja nicht, dass ich schon mein Leben lang mein Haar selber schneide. Töchting findet, dass es gut aussieht und ihr gefällt.

Bald muss das genähte Frühlingsbild zu den Geburtstagen fertig werden

Wege der Selbstheilung Teil 3

Emily – Star

Ich schreibe eine kostenlose Selbsthilfereihe mit verschiedenen Themengebieten, Podcast, Videos und eigener Musik. Leicht verständlich, nachvollziehbar- gratis für jeden!

Ich war erstaunt zu erfahren, daß viele gar nicht wissen, daß Depeche Mode dieses wunderschöne Lied gemacht hat. Man kennt die Gruppe ja auch tatsächlich eher mit anderen Liedern. Die sind auch toll, aber dieses hier ist einfach nur wundervoll! Gerade auch vom Text her, indem es darum geht, daß man sich jemanden wünscht, der mit einem das Leben verbringt. Auch wenn man vorher eigentlich lieber allein bleiben wollte, um nicht „gefangen“ zu sein oder sich generell immer wieder in einem inneren Zwiespalt zwischen Nähe und Freiheit befindet. Gerade die letzten 2 Sätze, welche eine sehr extreme innere Zersissenheit wiederspiegeln, machen mich sehr nachdenklich. Da heißt es nämlich:

„Aber wenn ich schlafe, will ich jemanden, der seine Arme um mich legt und mich zärtlich küßt.
Obwohl mich solche Dinge eigentlich krank machen, werde ich sie diesmal überstehen!“

Ich kenne das Gefühl selbst, Nähe manchmal einfach nicht ertragen zu können und das OBWOHL ich sie mir wünsche. Aber ich werde dann ganz unruhig und kriege psychosomatoische Atemnot. Das mag dem Mißbrauch aus meiner Kindheit geschuldet sein, aber es ist dann weder für mich, noch dem Partner schön.

Ich habe mal die komplette deutsche Übersetzung des Liedes unten angefügt. Ich habe jedoch „he“ für er, anstelle vom Original „she“ für sie gesungen. Das Video habe ich vor ein paar Jahren im übrigen komplett allein erstellt.

Ich will jemanden
Der den Rest meines Lebens mit mir verbringt
Der meine innersten Gedanken teilt
Der meine intimen Einzelheiten kennt
Jemanden an meiner Seite, der mir Halt gibt
Und als Gegenleistung unterstütze ich sie/ihn

Sie/Er wird mir zuhören
Wenn ich über die Welt, in der wir leben
Und das Leben allgemein sprechen möchte
Obwohl meine Sichtweise falsch sein könnte
Ja, sie sogar verdreht sein könnte
Wird sie/er mir bis zum Schluß zuhören
Sie/Er wird sich von meiner Denkweise
Nicht umstimmen lassen
Wahrscheinlich wird sie/er sogar oft anderer Meinung sein
Aber letztendlich wird sie/er mich verstehen

Ich will jemanden
Der sich mit jedem Gedanken und jedem Atemzug
Leidenschaftlich um mich sorgt
Jemanden der mir hilft, die Dinge in anderem Licht zu sehen
All die Dinge, die ich verabscheue
Werde ich beinahe mögen
Ich möchte an niemanden gebunden sein
Vorsichtig versuche ich, so etwas zu vermeiden
Aber wenn ich schlafe, will ich jemanden
Der seine Arme um mich legt und mich zärtlich küßt
Obwohl mich solche Dinge eigentlich krank machen
Werde ich sie diesmal überstehen

Formularende

Wege der Selbstheilung

Kostenlose Selbsthilfereihe mit verschiedenen Themengebieten, Podcast, Gedichten, Videos und Musik

Wege der Selbstheilung Teil 1

am 10. März 2019 von Emily – Starin Selbsthilfeprogramm

Über die Unfähigkeit Gefühle zu zeigen

(Um diesen Artikel vorgelesen zu bekommen, klickt bitte auf folgenden Link oder Player: https://archive.org/details/WegeDerSelbstheilungTeil1)

Da sich manche von Euch fragen, woher ich meine „Tiefe“ besitze, habe ich für mich beschlossen, (nach und nach) etwas mehr von mir selbst preis zu geben. In der Hoffnung, daß es Menschen, die ähnliches erlebt haben, oder die sich gerade selbst noch in einem solchen Tief befinden, ein bißchen hilft und vielleicht sogar ein kleines Stück Licht in ihr Dunkel bringt. Ich möchte zeigen, daß es sehr wohl Hoffnung gibt und Veränderung möglich ist. Und zwar eine Veränderung zum besseren!

Ich schrieb ja bereits, daß ich immer wieder Phasen habe, wo ich an mir arbeite und Augenblicke wo meine Stimmung sehr stark schwankt. Und diese Schwankung ist eine der Art von „Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt“ Wer das noch nicht erlebt hat, für den ist dies gewiß sehr schwer nachzuvollziehen. Wir alle kennen zwar Gefühlsschwankungen, aber für gewöhnlich haben die dann auch einen Grund, der sofort ersichtlich ist. Nun in meinem Fall muß ich da immer tiefer in mir selbst graben, denn oft passiert es, ohne das im Außen ein Grund vorhanden ist.

Früher habe ich sehr destruktiv auf diese Schwankungen reagiert. Ich habe meinen Körper, der mir geschenkt wurde, um hier in diesem Leben sein zu können, selbst verletzt und abgelehnt. Das lag zum Teil daran, daß bei uns zu Hause Tränen nicht erwünscht waren und bestraft wurden. Um dieser Strafe zu entgehen bzw. sie beenden, verlernte ich nach und nach das weinen und tauschte es gegen lachen aus, wie es von mir verlangt wurde.

Dadurch waren die schmerzhaften Gefühle aber nicht weg, sondern stauten sich immer mehr an. So suchte ich irgendwann nach einem anderen Weg, diesen Schmerz- oder zumindest einen Teil davon heraus lassen zu können. Und dieser hieß dann leider Selbstverletzung meines Körpers. Denn da den Andere auch schon immer verletzt hatten, schien das ja in Ordnung zu sein. Nun natürlich war es das nicht und brachte mir stattdessen viele Besuche bei den Ärzten mit Coach ein. Und als das nicht half, verschrieben sie mir Tabletten, um mich ruhig zu stellen. Verkauft wurde mir das ganze dann unter dem Deckmantel, daß diese Tabletten mir helfen würden.

Taten sie aber nicht. Eine Tablette kann keine psychischen Probleme lösen, das ist ein Irrglaube! Sie kann hingegen bewirken, daß man nach außen hin wieder etwas besser funktioniert. Das ist schön für die Ärzte und Menschen mit denen man in diesem Augenblick zu tun hat, aber schlecht für die wirkliche Heilung in einem selbst. Ich hatte mit diesen Tabletten dann zwar keine Schwankungen mehr, war aber dafür auch unfähig geworden überhaupt noch etwas zu empfinden. Denn über die Jahre hatten mich diese Medikamente abstumpfen lassen. Und was ist Leben ohne Gefühle? Ist es nicht das, was uns noch von einem Computer unterscheidet? Und als ich das dann vor sechs Jahren endlich auch begriffen hatte, begann ich damit endlich an mir zu arbeiten und mein Leben nach und nach zum positiven zu verändern. Und wie genau das von statten ging und vor allem, daß es geht, erzähle ich in meinem nächsten Beitrag!

Ein sehr informativer Text, Piri ans Herz gelegt!!! Emily Star ist die Verfasserin

Meine Frühlingswelt

Es wird licht auf den Wiesen
Das kleine , erfreuliche Grün
Erinnerung an meinen Garten in Frankenholz

Endlich Frühling
So ist Sommerblüte (Fuchsschwanz +)
Jetzt bei uns im Hof
Damals auf der Mainau, lange her
Da gehe ich jetzt täglich bei uns vorbei, das ist über einem Fahrradkeller
Geliebte gelbe Rose
Wenn der Baum ungefallen ist…
Soweit ist jetzt der Sauerampfer auf den Wiesen
Baumblüte
Amselnest bei uns in Frankenholz damals imGarten

Straßensperrung

Dachschmuck Vögel

für den Bus, mit dem ich bis zur Endhaltestelle fahren wollte, um dann im schönen Mischwald mit den vielen Bächen zu spazieren. „Geradeaus müssen Sie laufen, dann kommen Sie zur Endhaltestelle!“ riet mir eine Frau, der die Sperrung offensichtlich nicht neu war. Ich stieg also aus und ging geradeaus. Aber oh weh, auf Steinen oder Asphalt wollten meine Füße nicht gehen, also nahm ich den nächsten Waldweg, der sich linker Hand zeigte.

Und ich kam in den gewünschten Wald eben von der anderen Seite. Begegnete einem 85-jährigen Mann mit Hund und Laufstöcken und schwatzte ein wenig über Hunde und altern. – Wenn der Bus nicht ab der Endhaltestelle fahren würde, überlegte ich mir, wäre es besser, in die nächstbeste Siedlung einzubiegen, um eine andere Buslinie für die Heimfahrt zu finden.

Wie kommt denn der Spinat aufs Dach – kann die Kuh doch fliegen?

Wie schön doch Bad Homburg selbst in den Außenbezirken ist! Die Häuser erzählen von Wohlstand und Schönheitssinn. Überall sind Menschen mit Hunden unterwegs. Die Forsythien springen mir blühend „in die Augen“. (Zum Glück für meine Augen nur symbolisch.) Kornelkirschen, Weißdorn und rosa Blütenbäume wechseln sich ab. Vor einigen Häusern hängen Ostereier an Büschen.

Gelbes Siedlungshaus und Blühende Bäume und Büsche
Ich muss warten, bis sie mir den Weg frei geben

Und tatsächlich fine ich die Endhaltestelle der 17. Ich wusste nicht, dass ich auch mit dieser Buslinie zu dem Waldbachtal gelangen kann. Nun bin ich wieder etwas klüger! Eine Viertelstunde warten, Leute sammeln sich und dann fährt der ebenfalls wartende Busfahrer den Bus in den Wendehammer und kommt. Auf der Heimfahrt erkenne ich die Straßennamen, obwohl ich hier noch nie vorher real war.

Stadtflucht

Eine Autorin der „Welt“ schreibt über die Sehnsucht der Stadtmenschen nach Natur und Ursprünglichkeit. Sie selbst stammt aus dem „Kleinstadtmief“, wie sie schreibt, und kann das absolut nicht verstehen. Nur Versager gehen zurück, meint sie.

Doch der Leistungsdruck und damit verbundener Stress lassen sich eben nur in der ruhigen Dörflichkeit, oder für mich im Wald, überwinden. Wenn mir meine Hausaufgabenschülerin schon manchmal alles abverlangt, dass ich hinterher nur noch raus will – wie geht es erst meinen Töchtern und allen anderen, die eine ganze Woche lang praktisch „überfordert“ werden mit ihrer Arbeit?

Ich kann es verstehen, dass sich Dreißigjährige mit ihrer Familie ein altes Bauernhaus suchen und es mit den eigenen Händen wieder instant setzen, einen Garten für die gesunde Ernährung und Blumenfreuden anlegen, den Kindern einen Sandkasten und eine Schaukel an den alten Bäumen errichten und sich gut dabei fühlen.

Am Wegrand

Zurück zur Natur

Seit es Städte gibt, die immer größer werden und immer hektischer, streben die Menschen hinaus und ergehen sich zwischen Wald, Feldern und Gärten. Von R. „Die Erziehung der Gefühle“ ist eines der „Dokumente“ für mich, in Goethes Faust ( Ich zitiere immer den Osterspaziergang: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…) kommt es so toll zum Ausdruck, wie befreit sich die Menschen nach dem Winter hinaus in die Natur begeben. Es ist nicht nur bei den Berlinern der Hang „ins Grüne“, alle Großstädte haben ihre Naturliebhaber. Gärten mitten in der Stadt auf Abrißflächen machen Menschen glücklich. Was ist die Dachbegrünung auf Hochhäusern denn anderes? Auch das kann Sehnsucht stillen.

Mein Apfelparadies im Saarland

Die Weltautorin schrieb auch über den Kompromiss, sich ein Wochenendhaus fernab von Städten zu kaufen, um dort die Seele baumeln zu lassen (wenn dann alles so ist, wie sie sich´s gewünscht haben). Meine Tochter und ihre Frau handelten so. Ich bin gespannt auf die Einweihung im Frühling! In der Nähe des Rennsteigs in Thüringen, da war ich mal einige Zeit fast zu Hause, bis die Stasi mich vertrieben hatte.

Hier in der Heimatstadt meiner Mutter bin ich zwar immer noch „fremd“, aber der Taunus ist so schön wie der Thüringer Wald. Das ist mein WOHLFÜHLWALD, da lässt es sich in der schönen Einkaufsstadt Bad Homburg sogar im Zentrum leben. Leben – ja, ich liebe dieses Leben hier!

Baumblüte und später Apfelernte, blauer Himmel und Sommerwölkchen

Apriliges Wetter

Immer wieder Regen
Sonne am Goldenen Pavillon

Dabei ist noch kein April

Der Wind schiebt die Wolken da oben tänzerisch hinüber, ich beobachte das Wolkenspiel, aber es freut mich heute nicht, denn ich habe ein entzündetes Auge und kann keinen Wind gebrauchen!!! Die Augen tränen, die Nase läuft ebenfalls (Wo will sie bloß hin?).

Kullertränen, nasse Augen, rote Näse,

Waldbrunnen
Frühblüherbeet
Palmengartenblatt
Treu – vertraut
Tulpenbaum (gewollte Unschärfe)
Teichspiegel
Tulpenvielfalt

Ich tröste mich in Gewächshäusern…

Wenn man keine Probleme hat,

dann macht man sich welche ? – Ich bin so bescheuert, nix ist mir recht, alles geht zu langsam und wird nicht fertig. Ist aber nur so ein Gefühl der Ungeduld. In Wirklichkeit sind Sachen „fertig“ und ich weiß nicht mehr, wohin mit all dem „netten“ Krempel, den ich so mache. Würde ja gerne etwas verkaufen, aber wie? Für Geschäfte muss man sich anmelden und Steuern zahlen – zahlen, Zahlen – davon hab ich doch keine Ahnung.

Gartenstock und drei andere Holzarbeiten
Soll „Frühling“ werden (Nähbild) für Töchter
Das Fertige mit Holzstückchen und Holzperlen verknüpft
Blumen aus Holz mit grünem Papier als Blätter
Das ist mal „abgestürzt“ und ich musste es neu machen
Noch ziemlich neu, Blatt aus altem Leder ausgeschnitten, Platanenkugel echt
Die „Schmutzige Schöne“ ist schon sehr alt

Veilchen blauen schon

Die Nächte sind noch recht kalt, aber ich habe schon Veilchen gesehen. So langsam wird doch Frühling.

Die ersten sind immer zauberhaft!!!
Überall leuchten jetzt die Forsythien

Die Rosen bilden neue Blätter, so schön rot…
Primeln sieht man jetzt in allen möglichen Farben: hier creme
Veilchen mitten zwischen Löwenzahnblättern
Ich freue mich schon auf die Obstbaumblüte!

Nasser Wald

Am Sonntag bin ich sieben Kilometer abwärts durch den Regen gelaufen. An der Großen Kurve stieg ich einsam aus dem Bus, überquerte die Straße und ging geradewegs in den Wald auf dem Weg, den ich jetzt zum dritten Mal (in unterschiedlicher Jahreszeit und anderem Wetter) hinabwanderte bis zur „Waldtraud“, dem Lokal an der Endhaltestelle der U/S-Bahn in Oberursel.

Durch die viele Feuchtigkeit ist das vergilbte Moos wieder grasgrün

Seltsam, sonst grüßen Männer selten, wenn sie einem allein begegnen. Doch nun erlebte ich, dass JEDER, dem ich begegnete, mich grüßte. Der Regen hat also eine verbindende Wirkung: „Wer im Regen allein durch den Wald spaziert, dem muss viel am Wald liegen.“

Regen an Birkenzweigen

Zuerst gab es wenige Begegnungen, Die Radler rasen ja nur an einem vorbei so bergab, aber es mühten sich auch welche bergauf!!! – Die Wanderer mit regensicherer Kleidung, sogar die Rucksäcke gibt es aus wasserabweisendem Material. Und keiner war griesgrämig wegen des Wetters!

Dieses Bankschild ist schon ziemlich weit unten, nur noch ca 3 km vor mir. Hier hatte ich im Sommer eine herzliche Begegnung mit einer weinenden Frau.

Zillas
Knotenblumen, und ich glaubte schon, dass es keine mehr gibt, weil überall nur Schneeglöckchen standen bisher.
Wie nötig der Wald doch den Regen hat

Überall lagen umgestürzte Bäume, nur die meisten Wege freigeräumt, die Nebenwege nicht, die ich wegen der Nässe jetzt soundso nicht gehen konnte. Aber ich sah die frischen Bruchstellen rötlich herüberleuchten beim Vorbeigehen. Eine schöne große Birke lag quer über einem Bach in einem Seitental. Das Wasser bildete überall „große Pfützen“, oder „kleine Teiche“ wenn man so will. Es begleitete mich am Wegrand erst ein Rinnsal, dann ein Bächlein, von der Seite gesellte sich ein kleiner Wasserfall dazu und plötzlich lief das Wasser über meinen Weg hinüber zum größeren Bach. Dass meine Stiefel nicht dicht waren, bemerkte ich erst an den nassen Socken zu Hause.

Wldbach

Die „Waldtraud“ war wieder so voll, als ich unten ankam, dass ich nur die Toilette aufsuchte und auf essen und trinken verzichtete. Der Bus war weg, also mit der Bahn Richtung Frankfurt bis Oberursel Bahnhof, wo ich lange auf den Bad Homburger Bus warten musste im Regen.

Im nassen Wald

Dafür schien heute Nachmittag die Sonne und ich bekam einige Blumen zu sehen, die schon blühen.

Am Elisabethenfelsen

Baumsterben

Im Bad Homburger Forst haben Trockenheit und Ungeziefer zu Waldsterben geführt. Es musste abgeholzt werden, um für junge Bäume Platz zu machen. Aber diese „Verwüstung tut dem Auge weh.

Baumsterben
Dürrspitze
gebliebene Reste
Baumpilze
Stock-Chaos

Vogelkonzert

Heute in der Frühe holte mich meine Tochter ab und wir fuhren samt Hündin Richtung Großer Feldberg bis zur Hohen Kurve und etwas weiter auf einen Parkplatz. Es war noch ziemlich finster, windig und kühler dort oben als in der Stadt.

Am Weg

Das Rauschen der Bäume übertönte zuerst alle anderen Schallquellen.

Ich fürchtete schon, dass die Vögel noch zu kalt zum Singen seien, müssen sie sich doch windgeschützte Zweige suchen.

Aber wir gingen bergab und es wurde langsam heller und leiser, die ersten Vogelstimmchen machten sich bemerkbar,

Noch nix vom Frühling zu sehen

Dann wurden einige Stimmen lauter – von fern hörte ich Krähen schreien – aus dem Piepsen klang das erste „Zwitschischa“. Meist kam es von links des Weges, aber dann wurde von rechts geantwortet.

Die Hündin lief voran
Ziemlich groß und knorrig stand dieser Baum da, ich denke, es war eine leidgeprüfte „Sie“ (;-))

Wurzeln begegnen sich …
Meine Tochter und die Hündin
Alle 8 Fotos

Kein Scherz – es ist März

Kranke Bäume

Mein 1. März-Spaziergang 2019

Mein Weg soll ja immer abwechslungsreich sein, also bog ich am Waldprivathaus „EWIGER ATEM“ ab, nachdem ich an zwei riesigen Golfplätzen in herrlicher Gegend vorbei war. Ich fand einen schmalen Pfad im Laubwald, der hatte Zugänge zu privaten Waldstückchen mit Spiel- und Sportgeräten, und führte hinter den Golfplätzen entlang. Bäche sprudelten und wurden von kleinen Steinbrücken mit Metallgeländern überquert. Es war ein trüber Tag, aber ich war richtig angezogen, darum hats mir nix ausgemacht, nur schöne Fotos konnten da nicht entstehen.

Rinde von abgestorbenem Baum

Doch die Vögel waren fast stumm: Piepser und eifriges Spechthämmern. Als es dämmerte, bekam ich es mit der Angst zu tun, denn ich wusste nicht, wohin der Weg führt und wollte nicht durch einen menschenleeren dunklen Wald tappen.

Von irgendwo hörte ich Rauschen und je näher ich dann auf einer autobefahrenen Straße kam, kapierte ich, dass ich an so etwas wie einer Autobahn landete. Ich ging auf dem Grasstreifen neben der Absperrung und sah dann vor mir ein großes gelbes Schild. Aha, dachte ich, und als ich nahe genug war, um zu lesen, erkannte ich, dass ich in die richtige Richtung ging.

abgebrochener Hohlbaum

Rechts vor mir leuchteten Gebäude durch die Bäume, die ich dann nur durch ziemlich matschiges Laub und Gestrüpp erreichen konnte. Es waren der Golfclub und ein Fitness-Studio zu denen ich mich durchschlug. Und da gab es einen Tunnel unter der Autobahn, den durchschritt ich schon nicht mehr ganz allein, zwei Fahrradfahrer begegneten mir. Auf der anderen Seite sah ich Stadionlampen und hielt darauf zu. Auf einem Parkplatz daneben sprach ich einen aussteigenden Mann an und fragte nach der nächsten Bushaltestelle, die sich in der Richtung befand, in die ich unterwegs war. Der Mann hatte wohl einen „Schießprügel“ bei sich und ging in den Jagdklub.

Hohler Baumstumpf

Es war dort tatsächlich ein riesiges Stadion und ein Sportverein davor. Überall brannten jetzt die Lampen. Wie der Jäger gesagt hatte, war der Bus gerade fort und um nicht stehen zu müssen, bis der nächste kam, ging ich bis zur nächsten Haltestelle. Am Weg standen verschiedene Vereinshäuser. Es war Betrieb und Karneval bei einem. – Ich ging dann auf und ab, da sangen die Vögel und Leute gesellten sich zu mir an die Haltestelle. Es dauerte nicht lange bis der Bus kam und ich war ruck-zuck wieder zu Hause. Das erste Mal im Dunkeln heimgekommen seit ich in die Wälder gehe!!!

Sie waren nicht fremd

Mein fotografierender Schatten ist auch im Bild

Juden wurden schon im Mittelalter in Europa angefeindet, dabei waren die damaligen Gesetze so, dass sie nicht mit Waren handeln durften. So blieb ihnen nur das Geld, das sie verleihen und Zinsen dafür nehmen konnten von nichtjüdischen Bürgern. Juden untereinander durften sich keine Zinsen zahlen lassen, das war verpönt. Aber wo sie Zinsen nahmen, waren sie unerbittlich, denn sie mussten davon leben. Das brachte sie in Verruf.

Das Friedhofstor war offen für meinen Besuch

Sogar Martin Luther, der wittenbergische Rebell, hatte eine schlechte Meinung von Juden. Dabei waren sie allen bekannt, hatten deutsche Namen und brachten diese nach 1935 nach Amerika, wenn sie vor den Nationalsozialisten flohen. Aber in den Ländern, in die sie emigrierten, konnten sie lange nicht heimisch werden. Es gab überall Viertel, wo Treffpunkte von Emigranten entstanden, in denen lange nur deutsch gesprochen wurde.

Dieser Gedenkstein mahnt an die jüdischen Gesetzestafeln

Ich bin in meinem eigenen Land von Ort zu Ort gezogen. Solange ich jung war, habe ich immer und überall schnell Anschluss gefunden. Erst, als ich aus der DDR in die Bundesrepublik kam, begann es: Ich war überall eine Fremde. Und als ich in die Heimatstadt meiner Mutter zog, begann das Fremdsein weh zu tun…

Malerisch

In Bad Homburg gelten andere Regeln. Die Kurstadt – Menschen sind aufgeschlossen und freundlich zu ihren Gästen, aber das ist auch alles. Sie bleiben unter sich und gehen keine neuen Freundschaften ein. Ich fühle mich immer wieder fremd, obwohl doch so viele Ausländer hier sind!!! Die Stadt ist ein Sprachengewirr mit Hautfarben aus aller Herren Länder. Wenn jemand nach dem Weg fragt, muss man englisch können, nicht deutsch.

Hebräische Schrift sieht schön aus, auch wenn ich sie nicht lesen kann.
Die Grabsteine sehen in der Sonne gelbgrün aus
Die Kätzchen verbreiten ihren Blütenstaub färbend auf die Steine
Das Braun des Vorjahreslaubs und die gelbgrünen Steine in der Sonne
5 geheftete Fotos

Ausstellungsbesuch

„Augenblicke“, Kunstverein Artlantis Bad Homburg

Kerstin Lichtblau und Leo Hammes vereinten ihre Kunstwerke in dieser Ausstellung

Leo Hammes:
Da ich selbst mit Holz arbeite, interessierten mich die Skulpturen sehr.

Nur mal so

Baumstamm

Denkt nicht, dass ich etwa untätig bin. Immer im Gange, mal tun, mal warten, mal basteln, mal spazieren gehen, zwischendurch kochen, essen, ruhen, meditieren, Hausaufgabenstunde halten (2), abwaschen, Wäsche waschen, Kleidung ausbessern oder ändern…

Die Zeit rast nur so: Carpe diem. Heute schien die Sonne, also raus aus dem Haus und in den Wald. Diesmal immer auf den Wegen geblieben:Weil ich vorgestern zu faul war, einen Pfad zurückzugehen, der an einem Hochsitz endete, ging ich quer durch den Wald und blieb in einer Brombeerranke hängen, ging zu Boden. Zum Glück bloß Moos und Laub, aber ich fühlte mich schwach und hatte Mühe wieder hoch zu kommen. – Die Sonne schien heute so stark, dass ich froh war, eine Sonnenbrille mitgenommen zu haben. Der erste Gruß, den ich im Wald am Hirschgarten erhielt, war ein hämmernder Specht. Ich blieb stehen, um ihn vielleicht zu entdecken, da hörte das Klopfen auf. Gerade wollte ich weiter, da flog ein Vogel von dem großen Baum fort. Als er sich auf einem kleineren Baum niederließ, war es ein Schwarzspecht. Es hatte ja in der Nacht gefroren, die Teiche waren noch vereist und im Schatten lag Reif auf Moos und Gras, also mussten die Vögel erst „auftauen“, so klang wenigstens das zarte Zwitschern, das ich einmal hörte.

Der Hirsch mit seinem mindestens zwölfköpfigen Harem äste friedlich in der Nähe eines kleinen Baches. Überall sprangen die Bächlein munter über die Steine und Wurzeln. Ich hätte das Plätschern aufnehmen wollen, aber ich fürchtete, wenn ich zu lange zuhören würde, müsste ich eine Waldtoilette finden (;-)) – Wie immer rannten einige Jogger an mir vorbei und Hundeführer waren auch unterwegs, aber nix als höchstens ein „Hallo“.

Winterlinge in der Sonne

Natürlich musste wieder ein wenig Hölzernes mit, es ist immer zu verführerisch. Moos auch…

Ich ging dann an der 1. Bushaltestelle vorbei und noch in den Rewe einkaufen. War pünktlich 11.20 Uhr zu Hause, um das Resteessen von gestern zum Verzehr zu erwärmen: Reis mit Hühnchenfleisch und asiatisch gewürztem Gemüse.

Wind und Regen

und trotzdem ist es nicht kalt.

Februarhoffnung

Der Regen tränkt die Wiesen

es tanzt der Wind zum Trommeln,

da erwacht das Leben und beginnt zu fließen.

Im Gras krabbelt es,

in den Bäumen wird gezwitschert,

zarte Farben wachsen hervor

und verzaubern die Welt aus Grün.

Die Bäche erwachen aus dem Eis,

Schnee wird zu Wasser,

plätschern und Bäumerauschen

begleiten mich im Wald.

Morgens wird es früher hell,

ich hoffe und harre des Frühlings…

Urwald wird Klopapier

Gestern sah ich mir in der ARD die Reportage und Dokumentation

„Die Ausbeutung der Urwälder“ .

All diese FSC zertifizierten und mit „MIX“ gekennzeichneten Papierprodukte: Servietten, Küchenrollen, Toilettenpapier, Tischdecken, Windeln, Slipeinlagen, Packpapier, Drucker- und Fotopapier, Bastelpapiere, Briefumschläge weiß, braun oder sonstwie farbig, Kartonagen… Fußbodenbretter, Möbel, Edelholz-Furniere, wetterbeständige Gartenmöbel, Zaunpfähle, wasserfeste Brückenpfähle usw., das kann alles aus Kahlschlägen im Urwald stammen!!!  –  Entsetzen und Trauer beherrschen mich. Das hilft niemanden, ich weiß.

 

Die Tatsache, dass naturgemäß lebende indigene Völker von ihrem Lebensnerv auf dem eigenen Land im Urwald (Peru, Brasilien) vertrieben und ihrer Lebensgrundlagen beraubt werden, dass ihre Klagen gegen FSC nie erfolgreich beschieden werden von den Gerichten, dass dies selbst in Reservaten geschieht und eine rollende Lawine darstellt, das allein ist schon beklagenswert genug.

Aber dass auf den so entstehenden Kahlschlägen schnellwachsende Eukalyptusplantagen entstehen, die Tier- und Pflanzenwelt für immer schädigen und allem das Grundwasser entziehen, das ist katastrophal!!!

Es finden keine wirklichen Kontrollen vor Ort statt. Die in der Dokumentation gezeigten Aufnahmen stammen von Greenpeace-Pionieren oder amerikanischen Satelliten.

Auch in Russlands Taiga läuft das so. Die Wälder der Erde werden systematisch zugrunde gerichtet.

Greenpeace hat sich wegen all dieser gezeigten Tatsachen aus dem „umweltfreundlichen“ Vertrag mit FSC verabschiedet.

Schaut euch unbedingt diese Reportage/Dokumentation an. Ich denke, sie ist glaubwürdig – trotz all der Verlogenheit unseres Systems.

 

Aber was kann ich, was können wir in Deutschland tun?

In meiner Hilflosigkeit habe ich heute morgen begonnen, aus bei Versandhäusern beigelegten Geschirrtüchern Taschentücher zuzuschneiden. Das ist mein größter Verbrauch an Papier. Die Küchenrollen kann ich auch ersetzen, indem ich ausrangierte Frotteetücher benutze und dann ebenfalls wasche. Scheuertücher benutze ich soundso, ich werde noch einige dazu kaufen, damit ich auch auf dem Boden verkleckertes damit aufwischen kann wie früher.

Früher hatten wir statt Toilettenpapier Zeitungen auf dem Abort hängen. Das will ich nicht wieder, denn da war dann immer die Druckerschwärze in der Unterwäsche. Nach dem Abwischen mit Zeitungspapier Waschlappen zu benutzen, könnte das eventuell verhindern.

Es kommt ja wöchentlich eine kostenlose Zeitung, die ich schon immer für das Einwickeln der Küchenabfälle für die Tonne benutzte. Leider kann man aber diese beiliegende Reklame auf dem Glanzpapier für so etwas nicht benutzen. ..

 

Der Schreck muss sich erst einmal setzen, vielleicht fallen mir dann noch andere Möglichkeiten ein. Oder euch, meine lieben Leser?

Ich habe gelesen:

3 Bücher hatte ich am Freitag ausgeliehen.

Das spannenste war:

„Der Ghostwriter“ von Cecelia Ahern

Wieder mal eine Geschichte von einem alten Haus, in dem es nicht „mit rechten Dingen“ zugeht. Eine Schreibmaschine, die die vorgedachten Notizen des „Autors“ selbstständig in ein Manuskript umwandelt. Aber um welchen Preis, das verrate ich nicht!

Diese Novelle ist ganz genau konzipiert und so angelegt, dass man die handelnden Eheleute mitfühlend bedauern kann. Auf die schlußendliche Lösung wäre ich nicht gekommen…

Der Roman

„Die Braut aus Byzanz“ von Gabrielle Alioth

war ebenfalls spannend 347 Seiten lang. Er spielt im 10. und 11. Jahrhundert in Europa und im Anhang kann man die Personendaten und ihre Beziehungen zueinander nachlesen. Das ist sehr interessant. –  Mich hat besonders gefreut, dass die berühmten „Merseburger Zaubersprüche“ darin angewendet werden, denn ich lebte 22 Jahre lang unter dem schiefen Tor, das zum Merseburger Dom führt, (im Domkapitelhaus wurden die Sprüche gefunden,) und meine Kinder sind in Merseburg an der Saale geboren und aufgewachsen.

Historische Romane lese ich gerne. Der Schmutz und die Armut der nicht priveligierten, arbeitenden Bevölkerung lässt uns erahnen, wie die eigenen Vorfahren gelebt haben. (Mein Urgroßvater mütterlicherseits Waldarbeiter in Hessen, die väterlichen Ahnen Kohlbauern oder ein wenig priveligierter ein Professor an der Wittenberger Universität.)

Das dritte Buch ist ebenfalls als Roman bezeichnet:

„Der weiße Tiger“ von Aravind Adiga, einem Inder.

Er erzählt in der Ichform aus dem modernen Indien. Ich gestehe, dass „gelesen“ nicht ganz richtig ist, denn nach der 156. Seite habe ich es fortgelegt ohne nachzusehen, wie das Ganze endet nach 319 Seiten. – Das muss ich mir nicht antun, dachte ich. Als „anrührend und faszinierend“ war es auf der Rückseite beschrieben.

Auf der Umschlagseite schrieb der Beck Verlag München: „…Mit seinem ebenso unwiderstehlichen wie unerwarteten Charisma erzählt uns Balram von seiner Flucht aus dem Hühnerkäfig, dem Sklavendasein – eine Flucht, die ohne Blutvergießen nicht möglich ist. Eine Geschichte voll sprühendem Witz , Spannung und fragwürdiger Moral, erzählt in einem unnachahmlichen Ton…“

Den Witz und die Spannung muss ich total überlesen haben! Die fragwürdige Moral steht außer Zweifel! Der Ton ist wirklich „unnachahmlich“ krank, erfolgsgeil und skrupellos, unter aller Würde!

Kann nur ein Mann gewesen sein beim Beck Verlag, der sich dort so äußerte. Also müssen das bitteschön auch Männer lesen. Für mich ist das nix…

So sieht die Rückseite aus:

Die Rückseite von „Der weiße Tiger“
Die Vorderseite des Buches, das ich nur halb gelesen habe (siehe oben)

Garten und Bücher

Buchreihe
Einige meiner Bücher

fleißige Biene
Bienenstolz

Cicero

Die Natur ist momentan wirklich bei November angekommen. Einige Bäume sind schon kahl, heut Morgen hats geregnet und war recht finster. Nun sinds Wölkchen am blauen Himmel und die Wolkenränder durchsonnt. Wie schön! Und hell. Am Haus gegenüber sind weiße Flecken, die Reflexe der Fensterscheiben von unserer Hausfront weiter vorn. Mal sehn, ob die Sonne es später noch bis zu mir schafft oder schon vorher verschwindet im Grau. Aber ich habe nicht nur mein Windrad auf dem Balkon, sondern lese auch ein spannendes Buch.: Ein Bestseller Sonderband mit drei Geschichten.

Ken Follett: „Eisfieber“

Andrea Schacht: „Der dunkle Spiegel“

Richard Paul Evans: „Das letzte Versprechen“

Gerade lese ich den letzten Krimi und bin sehr gespannt, denn außer dem Follett kannte ich diese Geschichten nicht vorher.

„Der dunkle Spiegel“ ist ein kleines Meisterwerk!!! Sehr empfehlenswert.

Nun will ich rasch schließen und weiter lesen…

aus Entfernungen (c) bei Gerel Calow

HornochsZwischen Erfurt und Berlin (M)

An der Bahnstrecke Industrie-

Schlangen und Chemiegeysire

abfackeln. Und Störche stehen

im überdüngten Schilf der Saale.

Kahle Schälbäume und Moder

Ratten im Bahndamm, Tod im Dunst

 

Herzbluttropfen an den Kelchen

im Dahlienbeet vorm Bahnhof

gelb die Backsteinpost und Grau

graut die Stadt unterm Dom

verstaubte Seelen mit Sprüchen:

Verbesserung von Bedürfnissen.

 

Dreiundzwanzig Jahre Staublast

auf dürren Zweigen Winterwuchses –

so lange hielt mich der Ort

gefangen wie den Schwarzgefiederten

gefüttert zum Überleben nur

Aber ICH hatte nichts Gestohlenes im Nest!

 

Später. Als am Ende der Strecke

die Mauer fiel – schlug sie mich Eilende noch

meine erkämpfte Freiheit zerbröselnd – im Rausch Tausender

Später vielleicht. Noch weiß ich es nicht:

Unendlich frei oder zu spät wie gehabt

Espenzittern und Stehen im staubigen Regen…

Langsam Herbst

So langsam also etwas kühler und ein bissel Regen ab und zu. Es blühen noch mal ein paar Sonnenblumen, ein neuer Zweig der dunklen Waldrebe glüht wundervoll, meine Kresseranken blühn und ranken nicht nur in Gedanken, sondern hier auf dem Balkon. Das hab ich nun davon, dass ich die Blumen so liebe – muss dauernd Wasser schleppen und gießen, um dann den Anblick zu genießen…

Wollte Cornelkirschen ankochen, um sie leichter von den Kernen zu befreien. Vergaß den Topf auf der Schnellkochplatte. Der Geruch machte mich aufmerksam – schnell den Topf unter Wasser und sämtliche Ventilatoren an, Balkontür weit auf, Wohnungstür für Durchzug mit Holzkeil festgestellt. Hat alles nix genutzt, obwohl der Rauchmelder noch nicht angesprungen war – die Nachbarn wurden aufmerksam und klingelten. Hab ferngesehen und den Klingelton für im Film vorkommend vernommen. Besorgte Nachbarn – hat mir noch gefehlt!!! Hören können sie ja nichts von mir, da sind die Wände gut, aber brenzliger Geruch, das macht denen wohl Angst. – Tut mir leid, ich werde das Haus schon nicht abfackeln…

Das Bad Homburger Laternenfest ärgert mich mit Fahrplanänderungen der Busse, lärmender Musik, Behinderung der Fußgänger auf der Hauptstraße durch Kabel und Abflussleitungen. Die vielen Buden verführen zum Geldausgeben, das ich nicht habe. Trotzdem eine indianische Umhängetasche für den Enkel erworben…

Gestern im Tannwaldweg Kunstausstellung „Traces of Time“, Fotografie von Sabine Dächert – Textile Bilder von Annita Romano. Letztere haben mich sehr beeindruckt: Die Lockerheit der Bearbeitung, die Fetzen und Fäden hingen oft nur so rum, die Zusammenstellung der Farben und Formen sehr ergiebig und fantasieanregend, bezaubernd oft aus der Entfernung zu genießen, bei manchen Darstellungen meinte ich den Duft von Blumen zu riechen, vage darüber ein Filigranes, wie ein Insekt, blaugrüne Wellen mit Glitzerkämmen, wogende Rosmarin-, Lavendel- und Salbeifelder in Reih und Glied, aber in hügeliger Landschaft den Eindruck von tanzendem Violett…

Heute im Kulturzentrum Englische Kirche „Die Frankfurter Künstlergesellschaft“ mit 17 Mitgliedern und einem Gast. Einiges toll! Z. B. Ink Sonntag-Ramirez Ponce eine Paradies-Serie Bleistift und Acryl auf Papier. Oder Inge Helsper-Christiansen mit Malerei: „Kosmische Energie 1 und 2“, Öl und Sand auf Leinwand. Die plastischen Arbeiten der Männer haben mich nicht so beeindruckt, dagegen die riesigen Bleistiftporträts sehr. Das würde meiner Helli in Gräfenhainichen auch gefallen, ganz ihr Stil!!! – Doch die ganze Ausstellung happig, in Größe und Vielfalt kaum zu verkraften – anstrengend fürs Gemüt.

Schicksalsbekanntschaft

Karfreitag fuhr ich mit dem Bus zum Hirschgarten und ging von dort aus durch den Wald Richtung Bad Homburg. Es war schon Mittagszeit, darum setzte ich mich auf eine der massiven Holzbohlenbänke am Wegrand und packte mein Mittagessen aus: Kartoffelsalat mit Kapern, sauren Gurken und viel Schnittlauch. Zwei hart gekochte Eier hatte ich auch dabei. Als ich das erste Ei schälte, blieb eine Frau bei mir stehen und freute sich, dass da jemand dem Geist der Zeit entgegen eine mitgebrachte Mahlzeit einnahm.

Wir kamen ins Gespräch – ihr werdet es kaum glauben, wir sind verwandte Seelen!!! So viele Gemeinsamkeiten stellten wir fest, es war einfach herrlich. Sie lud mich zum Kaffetrinken ein und Kartoffelpuffer haben wir gegessen. Ich wegen des Diabetes ohne Kompott dazu, einfach gerollt und in die Hand genommen zum Abbeißen.

Blick auf den Tisch vor dem Louise-Haus
Unser Sitzplatz vor der rechten Terrasse

Das Haus ist eine Wucht, steht am Waldrand und bietet Platz für mehrere Personen, es lebt! H. Louise sucht Mitbewohner, damit durch weiteres Einkommen Geld gespart werden kann für notwendige Reparaturen. Leider habe ich aber auch nur so eine kleine Rente, dass ich nie dazu komme, etwas zurückzulegen. Außerdem habe ich nicht herausbekommen können, wem das Haus nun eigentlich gehört. Sie hat ein Nutzungsrecht für die 1. Etage, eine Nichte ein Nutzungsrecht für das Hochpaterre. Es ist aber auch noch der Keller ausgebaut und wohnlich möbliert neben Waschküche und Heizungskeller. Es gibt einen Vorgarten mit großem Nadelbaum, Baumstämmen als Sitzgelegenheiten, Schilf und Fliederbusch zum Eingang zu. Innen ist ein umbautes, ungenutztes Gärtlein, eine Garage und eine Unterstellmöglichkeit, in der sie Wäsche trocknet. Sie benutzt auch keinen Trockner! Neben dem Haus rechts und links überdachte (schadhafte) Terrassen. Auch die Dachrinne soll marode sein.

Der Vorgarten bei Louise
H- L.s Haus?

Tja, wenn ich ein Krösus wäre, könnte ich viel mehr helfen!Jetzt habe ich mir erst einmal Nähmaschinenöl für eine quietschende Toilettentür und mein Handwerkszeug (Schrauber, Zangen usw.) zurechtgelegt, denn obwohl sie das Haus samt Treppe usw. selbst gestrichen hat, kann sie ihren Pfannengriff nicht wieder befestigen, weil sie keinen Kreuzschraubendreher besitzt. Durch meine Holzbasteleien vefüge ich nun inzwischen über diverses Handwerkszeug und kann damit umgehen. – Oh, an der Elektrik hat auch der Zahn der Zeit genagt… Doch das Material für so etwas bekommt ja nur ein Elektriker und es kostet… Ich habe mir das alles immer selber gemacht. Sie sagt, dass sie einmal beim montieren einer Deckenlampe so eine gewischt gekriegt hat, dass sie unbedingt Abstand halten würde.

Im Vorgarten

Wir haben geredet und geredet, wir sind Frühling in der Sonne, ein Herz und eine Seele. Gehen sogar zur gleichen Hausärztin. Wunder über Wunder! – Ich denke, das müssen wir feiern. Sie lebt vegan, das ist mir recht, ich wiege ein bissel zu viel, werde auch wieder vegetarisch essen. Morgen am 1. Osterfeiertag werde ich wieder hinfahren/laufen. Habe viel Gemüse und Kartoffeln zum Mitnehmen. Mein Herz hüpft vor Freude, wenn ich dran denke.

Linke Terrasse, 1/3 Dach fort